Ein Überlinger Foiler zeigt Flagge auf der Weltbühne
Wenn die WASZP‑Klasse zu ihrem wichtigsten Event des Jahres zusammenkommt, ist die internationale Konkurrenz groß und das Niveau enorm hoch. Genau dort hat SMCÜ‑Segler Nick Schuler Anfang März eindrucksvoll gezeigt, dass er längst zur erweiterten Weltspitze gehört.
Bei den WASZP World Games 2026 im US‑amerikanischen Pensacola segelte er sich nach 18 intensiven Wettfahrten auf einen starken 14. Gesamtrang – sein bisher bestes Ergebnis bei einer Weltmeisterschaft.
Schon bei den Pre Games setzte Nick mit einem 11. Platz ein erstes Ausrufezeichen. Auch in der Hauptregatta fand er schnell in seinen Rhythmus: klassische Up-and-Down-Kurse, ergänzt durch das spektakuläre Speedracing-Format, bei dem über 20 Knoten Bootsspeed am ersten Gate keine Seltenheit sind.
Die ersten Wettfahrttage waren geprägt von engen Feldern, viel Verkehr und taktisch anspruchsvollen Situationen. Nick kämpfte sich immer wieder aus schwierigen Positionen zurück und segelte konstant Ergebnisse im vorderen Mittelfeld – darunter Platzierungen wie 13, 19, 22, 13 und 12.
Der letzte Regattatag begann mit Warten: Der Wettfahrtleiter stufte die Bedingungen zunächst als zu extrem ein. Als es schließlich aufs Wasser ging, erwartete die Segler ein ablandiger, böiger Wind zwischen 8 und 22 Knoten – genau die Art von Bedingungen, die Nick eigentlich liebt.
Doch dann der Rückschlag: Der Halter seines Vakaros‑Geräts brach. Von einem Moment auf den anderen musste er ohne essenzielle Daten wie Pitch, Heel oder Distanz zur Startlinie segeln – Informationen, die im Foiling‑Bereich enorm wichtig sind, um konstant auf Top‑Speed zu bleiben.
Trotzdem gelang ihm zunächst ein starker 15. Platz. In den beiden letzten Rennen wurde es ohne Instrumente deutlich schwieriger, sodass er jeweils auf Platz 22 ins Ziel kam.
Ein Ergebnis, das Mut macht
Am Ende steht ein 14. Platz in einem Weltklassefeld – und ein Athlet, der mit sich und seiner Entwicklung hochzufrieden sein kann. „Ich konnte mich immer wieder mit Fahrern aus den Top 10 messen und sie teilweise sogar schlagen. Damit hätte ich vorher nie gerechnet“, fasst Nick seine Woche zusammen.
Sein Fazit: Die harte Arbeit der vergangenen Monate hat sich ausgezahlt. Den Winter über trainierte er in Imperia (Italien) in der international besetzten Top‑Trainingsgruppe Drylaps – viele Stunden auf dem Wasser, im Kraftraum und in der Datenanalyse.
Nach den World Games ist für Nick keine Pause in Sicht. Die nächsten Stationen stehen bereits fest:
- Offene Deutsche Meisterschaft in Flensburg (Eurocup-Serie)
- Foiling Week in Malcesine am Gardasee
- WASZP European Games im spanischen Mar Menor
Dazwischen: Training, Training, Training – unter anderem am Gardasee.
Ein starkes Vorbild für den SMCÜ
Nick begann seine Segelkarriere auf dem Bodensee, zunächst im Optimisten, später im 420er. Heute gehört er zu den vielversprechendsten deutschen Foilern seiner Generation.
Für den SMCÜ ist er nicht nur ein sportliches Aushängeschild, sondern auch ein inspirierendes Vorbild für unsere Jugend – ehrgeizig, bodenständig und voller Leidenschaft für den Sport.
Wir gratulieren Nick herzlich zu seinem großartigen Auftritt bei den WASZP World Games und freuen uns auf alles, was diese Saison noch bringt.