Tornado Worlds 2026: Markus und Nicolas Betz sind Weltmeister

Markus und Nicolas Betz haben bei den Tornado Worlds in Quiberon eine außergewöhnliche Leistung gezeigt. Nach herausfordernder Anreise, extremen Wetterbedingungen, starken Leichtwindrennen und einer beeindruckenden Serie am dritten und vierten Wettfahrttag sicherten sich die beiden SMCÜ Segler schließlich den Weltmeistertitel 2026.

Die Tornado Weltmeisterschaft 2026 im französischen Quiberon begann für Markus und Nicolas Betz (GER 2) bereits mit einer besonderen Herausforderung: Nach einer 15‑stündigen Fahrt von Freitag auf Samstag erreichten sie das Regattarevier um 10 Uhr morgens. In der Nacht war ihnen aufgrund von Überhitzung ein Reifen am Anhänger geplatzt – zum Glück konnten sie die Fahrt fortsetzen.

Am Samstag wurde das Boot direkt aufgebaut, notwendige Reparaturen erledigt und am Nachmittag das erste Training absolviert. Der Sonntag stand im Zeichen der Vermessung und eines weiteren Trainingstages.

Hitze verhindert den ersten Start

Der geplante erste Wettfahrttag musste aufgrund der extremen Hitze von der französischen Regierung abgesagt werden. Bei Temperaturen um die 37 Grad waren nur sehr leichte Winde vorhergesagt, und sämtliche Sportveranstaltungen – mit Ausnahme der Tour de France – wurden pausiert.

Am Dienstag konnten schließlich zwei Rennen bei 1–2 Windstärken gesegelt werden. In der ersten Wettfahrt gelang Betz & Betz ein guter Start, doch ein Fehler an der Bahnmarke kostete wertvolle Positionen. In der zweiten Wettfahrt führten sie zeitweise mit großem Abstand und erreichten am Ende einen starken 4. Platz. Die beiden zeigten sich zufrieden, bei den schwierigen Leichtwindbedingungen unter die Top Ten gesegelt zu sein und wichtige Erfahrungen gesammelt zu haben.

Tag 3: Auf Kurs Richtung Podium

Am dritten Wettfahrttag konnten erstmals vier Rennen ausgetragen werden. Die 26 Teams segelten bei Wind zwischen 8 und 20 Knoten, der zwischen Nordost und Nordwest drehte. Markus und Nikolaus Betz waren konstant in der Spitzengruppe, gewannen ein Rennen und rückten nach acht Wettfahrten auf Rang 3 vor.

Ein außergewöhnliches Ereignis prägte Rennen 7: Nach einer Kursänderung segelten alle Teams außer AUT 354 den ursprünglichen Kurs weiter und wurden disqualifiziert (NSC). AUT 354 gewann als einziges klassifiziertes Boot. Die Jury entschied später, allen betroffenen Teams Redress (RDG) zu gewähren – eine Entscheidung, die das Klassement neu ordnete.

Tag 4: Der Sprung an die Spitze

Am Freitag folgten erneut vier Wettfahrten bei idealen Tornado‑Bedingungen. Mit den Ergebnissen 2‑1‑1‑1 segelten Markus und Nicolas Betz eindrucksvoll an die Spitze der Gesamtwertung. Aus einem Rückstand von 11 Punkten auf die führenden Tschechen Pavlis/Pavlisova wurde ein Vorsprung von 3 Punkten.

Nach zwölf Wettfahrten führten Betz/Betz mit 19,5 Nettopunkten, gefolgt von CZE 62 mit 22,7 Punkten. Die Australier Gamble/Gamble lagen auf Rang 3.

Finaltag: Weltmeistertitel für Betz & Betz

Insgesamt waren 15 Wettfahrten ausgeschrieben, und die Spannung blieb bis zum Schluss hoch. Mit ihrer konstant starken Leistung über alle Windbedingungen hinweg sicherten sich Markus und Nicolas Betz am Ende den Weltmeistertitel der Tornado‑Klasse 2026.

Die offiziellen Endergebnisse bestätigen den Triumph der beiden SMCÜ‑Segler.

Der Segel‑ und Motorbootclub Überlingen gratuliert Markus und Nicolas Betz herzlich zu dieser herausragenden Leistung.